Gesund geht nicht von allein

Ernährung im Alter: Anregender Vortrag beim Seniorennetzwerk Kümmersbruck. (hi)

Eine gute Ernährung rückt immer mehr ins Bewustsein einer eigentlichen satten Gesellschaft. Dazu gehört nicht nur die Auswahl der Lebensmittel, sondern auch eine der jeweiligen individuellen Situation angepassten Abstimmung. Vor dem Seniorennetzwerk erörterte deshalb die Diplom-Ökotrophölogin Maria Samberger aus Eschenfelden die Besonderheit der Ernährung im Alter und stieß auf reges Interesse.

Ansprechend war ein ganzer Tisch voll mit gesunden Nahrungsmitteln und Vorgekochtem zun Probieren hergerichtet. Dennoch lebte der Vortrag von Samberger hauptsächlich von der Diskussion und Fragen aus dem Puplikum. Auch einige unverzichtbare Grundregeln gelte es zu beachten, betonte die Ökotrophologin. So sollte jeder - unabhägig vom Alter - genügend trinken. Den Flüssigkeitsbedarf gab Samberger mit eineinhalb bis zwei Litern an.

Vor Alzheimer nicht geflohen

Matgot Unbescheid hilft, ihrem Vater zu betreuen.

Freudenberg. (sche) bei der Diagnose Alzheimer hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man flieht oder man bleibt. Wer bleibt, sollte sich wappnen für das, was auf ihn zukommt. Das geht nur, wenn er erfährt, wie andere menschen den Pflegealtag meistern, und aus den Fehlern nernt. Margot Unbescheid ist geblieben.

Sie ist geblieben, auch wenn sie sich oft gewünscht hat, nicht mit dieser grausamen Krankheit zu tun haben zu müssen, und diejenigen beneidet, die einer solchen Anstrengung nicht ausgestzt sind. Sie ist aber auch sicher - so schwer der Alltag auch mit einem Demenzkranken ist -, man gewinnt inmitten der enormen Anstrengung eine große Souveränität und Selbstsicherheit.

Jubiläum

Diese ehrenamtliche Hilfe funktioniert.

Das Seniorennetzwerk Kümmersbruck, in das Leben gerufen und geleitet von Carola Dirschka, feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Kümmersbruck. Mit einem ökomenischen Gottesdienst leitete das Seniorennetzwerk Kümmersbruck e.V. einen feierlichen, dann auch gemüflichen Nachmittag zum zehnjährigen Bestehen ein. Astrid und Manfred Ritz mit der Gitarre und dem Piano übernahmen den musikalischen Part beim Gottesdienst in der Kirche.

Danach traf sich die große Netzwerkfamilie im Pfarrsaal, wo Anne-Sophie Saffert (Geige) für die richtigen Töne sorgte. Vorsitzende Carola Dirschka rief die relativ kurze, aber segensreiche Vita des Seniorennetzwerks in Erinnerung, das mittlerweile aus der Bevölkerung nicht mehr wegzudenken sei. Und es ist, wenn man es genau nimmt, in Kümmersbruck die einzige, gut funktionierende und nur ehrenamtliche Seniorenhilfe.

Bei Senioren anderen zehn Jahre voraus

Netzwerk hat 90 Mitglieder- Weiter kostenfreie Angebote

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Kümmerbruck. (e) Heuer noch soll die 100er - Grenze überschritten werden. Das Senioren-Netzwerk ist schon auf dem besten Weg dorthin. Vorsitzende Carola Dirschka war hoch erfreut, zu Beginn der Jahreshauptversammlung Luise Wagner als 90. Mitglied vorstellen zu können.

Alle Bürger profitieren

Dirschka stellte aber auch klar, auf die Zahl der Mitglieder komme es eigentlich gar nicht so sehr an. Vom Programm des Senioren-Netzwerk sollten schließlich alle Bürger profitieren - ganz gleich, ob sie Vereinsmitglieder sind oder nicht. Dieser Vorgabe ist die Vorsitzende mit ihren Mitstreitern bisher zehn Jahre treu geblieben. Und das soll auch, im elften Jahr des Bestehens so bleiben.

Bei den Senioren spielt die Musik

150 Besucher feiern fröhliches Netzwerk-Fest mit den passenden Begleittönen

Kümmersbruck. (e) Am Ende waren alle zufrieden: Netzwerkvorsitzende Carola Dirschka, Bürgermeister Rohland Strehl, über den regen Zuspruch und schließlich die gut über 150 Besucher, die unter Regie des Seniorennetzwerkes mit ihren ehrenamtlichen Helfern einen vergnüglichen (Sonntag-) Nachmittag erlebten. Das Wetter passte auch und der Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck unter Leitung von Marcus Hoffmann fand die richtigen Begleittöne.

Gute Nachbarschaft

Carola Dirschka, Vorsitzende des Senioren-Netzwerks, dankte vor allem Altenheimleiterin Andrea Motzel, die gerne den Festplatz vor der Einrichtung zur Verfügung gestellt hatte. Die "Gute Nachbarschaft zwischen der Gemeinde und den Menschen" stellte Bürgermeister Roland Strehl in den Vordergrund, die sinnvolle Arbeit des Senioren-Netzwerkes verband er mit einem Vergelt`s Gott an Dirschka.